Vom Schwimmbad zur Offenen Ganztagsschule

Bis zum Schuljahr 2004/05 hatten wir in unserer Schule ein Lehrschwimmbecken.
Das war eine prima Sache, denn weil es an der Schule zu der Zeit auch noch fast 300 Kinder gab, reichte die Turnhalle allein nicht zur Abdeckung des Sportunterrichts in allen Klassen aus. So gab es einen ständigen Wechsel: Eine Woche 3 Stunden Turnen, eine Woche 3 Stunden Schwimmen.

Diese Regelung hat für die Neunkirchener Grundschüler zwei Vorteile:
Erstens wurde selten ein Kind aus dem 4. Schuljahr entlassen, ohne dass es schwimmen gelernt hatte. Zweitens waren viele Schülerinnen und Schüler durch das häufige Schwimmen so gut trainiert, dass sie bei Schwimmwettkämpfen immer vorne mitmischen konnten und Urkunden sowie Pokale abstaubten.
Leider war die technische Ausrüstung für den Betrieb des Beckens veraltet, teure Reparaturen waren fällig, so dass die Gemeindeverwaltung zu dem Schluss kam, sie könne sich auf Dauer nicht die Erhaltung von 3 Schwimmbäder leisten.

Also wurde der Betrieb des Lehrschwimmbeckens am Ende des Schuljahres 2004/05 eingestellt, und da man gleichzeitig dringend Raum für eine Ganztagsbetreuung an der Grundschule brauchte wurden die Räumlichkeiten des Schwimmbades so umgebaut, dass sie Platz für die Bedürfnisse einer Offenen Ganztagsschule boten.
Wer heute in den Speisesaal der OGS geht, der merkt sicherlich noch an dem Hall in diesem Raum, dass unter den Tapeten noch die Kacheln des alten Schwimmbades zu finden sind.