Grundschulen in Neunkirchen

21.09.2017 08:47

tl_files/Grafik/GS Neunkirchen.JPG  tl_files/Grafik/GS Salchendorf.JPG  tl_files/Grafik/GS Struthuetten.jpg

Noch stehen sie - die 3 Grundschulen in Neunkirchen. Das ist gut so, denn spätestens seit der Bertelsmann-Untersuchung zur Entwicklung der Schülerzahlen in Deutschland weiß man: Es gibt einen Schüler-Boom: Zehntausende zusätzliche Lehrer und Klassenräume sind notwendig. Nach dem die Politik bisher von sinkenden Zahlen ausgegangen ist, sagt die Studie 1,1 Millionen mehr Schüler für das Jahr 2025 voraus.

Will man die Klassen nicht vergrößern, werden im Jahr 2025 mehr als 24000 zusätzliche Grundschullehrkräfte gebraucht, heißt es in der Studie. Entsprechend müssten bis dahin 2400 neue Grundschulen eröffnet werden, um alle Schüler unterzubringen.

In unserer Gemeinde gab es einen Arbeitskreis, der diskutieren sollte, welche Entwicklung der heimischen Grundschullandschaft am besten den Anforderungen des nächsten Jahrzehnts Rechnung tragen könnte. Sinnvollerweise war dieser Kreis mit allen beteiligten Personengruppen besetzt: Politikern, Verwaltung, Lehrer und Eltern. Nach zwei Treffen, bei denen die Zukunft unserer Grundschulen ergebnisoffen diskutiert wurde. Es folgte fast ein Jahr Ruhe, bevor in der letzten Woche kurzfristig noch einmal eingeladen wurde. Die Rahmenbedingungen haben sich allerdings völlig geändert: Keine Offenheit mehr, auch keine Neutralität, dafür ein Vorsitzender, der die Sitzung nicht moderierte, sondern in eine Einbahnstraße lenkte - Zusammenlegung aller 3 Grundschulen auf dem Rassberg.

Schade, konstruktive Zusammenarbeit hatten wir uns anders vorgestellt.

Zurück